Einsteiger Westerngitarre für Anfänger

Westerngitarre
foto: © USA-Reiseblogger – pixabay.com
Klarer, heller und brillanter Klang – das sind nur einige der prägendsten Merkmale, wenn man auf einer Westerngitarre spielt. Diese weist in Sache Klangfarbe eine andere Qualität auf als etwa bei einer akustischen Gitarre. Westerngitarren sind allgemein vielseitige Instrumente, die entgegen des vorherrschenden Klischees nicht nur für Country- und Lagerfeuermusik geeignet sind. Vielmehr können sie von einem flexiblen Gitarristen für nahezu alle Genres, von Blues und Jazz über Indie bis hin zu Hard Rock, verwendet werden. Die ersten Westerngitarren wurden vor rund 200 Jahren gebaut, sodass es heute viele unterschiedliche Modelle mit ganz verschiedenem Klang und Aufbau gibt.

Die besten Westerngitarren für den Einstieg im Vergleich

Der Kauf einer Westerngitarre sollte wohlüberlegt sein. Denn neben dem Klang sind unter anderem die Bedienbarkeit, Größe und Form wichtige Faktoren, die genauer unter die Lupe zu nehme sind. Bedenkt auch hier, dass bei der Auflistung der Westerngitarre für Anfänger nur Einstiegsmodelle empfohlen werden. Wenn noch genügend Budget vorhanden ist, kann man aus preislicher Sicht nach oben noch einiges an Qualität rausholen.

Yamaha Westerngitarre natur
  • Stahlsaiten
  • Fichtendecke
  • Palisander Griffbrett
  • Boden & Zargen: Meranti
  • 2,4 Kg
  • 89 x 12,1 x 10,9 cm
  • Mensur: 63,6 cm
  • Ausgangsleistung 120 Watt
  • Größe 4/4
  • Korpusform: Dreadnought
  • Sattelbreite: 43mm
  • Ausgewogener Klang
ab 129 Euro, hier erhältlich
Ibanez V50NJP-NT Jampack Westerngitarren
  • Decke aus Fichte
  • Boden und Zargen aus Agathisholz
  • Hals aus Mahagoni
  • Chrommechaniken
  • 3,86kg
  • 95 x 46 x 14 cm
  • 6 Stahlsaiten
ab 99 Euro, hier erhältlich
Classic Cantabile WS-10SB-CE Westerngitarre im Dreadnought-Style mit Tonabnehmer und Cutaway
  • 6 Saiten
  • 20 Bünde
  • Bundstege: Neusilber
  • Decke, Boden und Zargen: Linde laminiert
  • Griffbrett und Steg: Ahorn
  • Hals: Birke
  • 2-Wege-Halsspannstab
  • Mensur: 64,5 cm
  • Sattelbreite: 4,3 cm
  • Maße (H x B x T): 103 x 40 x 12 cm
  • Gewicht: 1,5 kg, Finish: Hochglanz
  • Farbe: sunburst
  • Gitarrentasche, Gitarrenschule mit CD und DVD, Stimmpfeife, 3 Plektren, 1 Satz Saiten
ab 89 Euro, hier erhältlich
Westerngitarre
  • 40 “ – Stahlsaitengitarre
  • Jumbo mit Cutaway
  • Decke & Korpus aus Lindenholz
  • Gitarrenhals aus Mahagoni
  • Griffbrett aus Rosenholz
  • Mensur 648mm
  • Sattelbreite 42,7mm
  • 20 Bünde
ab 59 Euro, hier erhältlich

Was ist eine Westerngitarre?

Die auch als „Stahlsaiten-Gitarren“ oder „Folk-Gitarren“ bezeichneten Gitarren sind eine der zwei wichtigsten Bauarten der akustischen Gitarren. Im Gegensatz zur Nylongitarre (auch als „klassische Gitarre“ bezeichnet) verfügen Westerngitarren über Saiten aus Stahl, mit denen der Ton erzeugt wird. Für die Erzeugung eines Tones ist wie bei Nylongitarren ein voluminöser Tonkörper, der Korpus, der in der Regel aus Holz besteht, notwendig.

Prägende Entwicklung durch Frederik Martin

Die Entwicklung der ersten Westerngitarren wurde stark von Christian Frederik Martin, dem Gründer des Unternehmens Martin Guitars, geprägt. Martin trug zur Weiterentwicklung und Verbreitung des sogenannten „X-Bracings“ bei. Diese Holzleisten, die auf die Unterseite der Decke des Korpus geleimt werden, erhöhen die Stabilität einer akustischen Gitarre enorm. Als Gitarristen in den Vereinigten Staaten Ende des 19. Jahrhunderts begannen, Stahlsaiten von Mandolinen auf ihre akustischen Gitarren zu spannen, damit ihre Gitarren in Country-Bands mit Banjo und Mandoline hörbar waren, wurden die ersten Westerngitarren geboren. Ohne die Entwicklung des X-Bracings wäre diese Konstruktion nicht denkbar gewesen.

Die Welt der Marken

Martin Guitars ist auch heute eine wahre Institution, wenn es um Westerngitarren geht. Für Einsteiger sind die ausgezeichneten Gitarren von Martin, Taylor und Gibson jedoch eine teure Investition. Günstigere, sehr hochwertige Alternativen gibt es unter anderem von den Marken Fender, Epiphone, Baton Rouge und Yamaha.

Der Aufbau der Westerngitarre

Der Aufbau einer Westerngitarre wirkt sich stark auf den Klang aus: So sind große Gitarren im Jumbo- oder Dreadnought-Format lauter sowie meist reicher an Bass und Mitten als kleinere Modelle. Das verwendete Holz spielt ebenfalls eine große Rolle: So gelten manche Hölzer wie Fichte oder Mahagoni als eher „warm“, während Zeder einen schärferen Klang erzeugt.

Wer gerne laut oder zusammen mit einer Band spielen möchte, benötigt jedoch nicht unbedingt eine besonders große Folk-Gitarre. Eine Westerngitarre mit Tonabnehmer kann, ähnlich wie eine E-Gitarre, die durch die Stahlsaiten erzeugten Schwingungen aufnehmen und an einen Gitarrenverstärker weiterleiten. So wird kein Mikrofon benötigt, um selbst den Klang einer kleinen 3/4 Westerngitarre auf einem großen Konzert gut hörbar zu machen.

Im grundlegenden Aufbau ähneln Westerngitarren klassischen Gitarren stark. Typische Unterschiede sind, neben den aus Stahl gefertigten Saiten:

Hals der Gitarre

Dieser ist schmaler und häufig ein wenig flacher als der einer Nylongitarre und ähnelt somit mehr dem Hals einer E-Gitarre.

Größe der Westerngitarre

Westerngitarren sind typischerweise ein wenig größer als Konzertgitarren. Eine 4/4 Westerngitarre im Dreadnought- oder Jumbo-Format ist größer als die meisten klassischen Gitarren, während einige Formate, wie Parlour oder Auditorium, dem einer Konzertgitarre ähneln.

Korpus Form der Gitarre

Viele Westerngitarren verfügen über einen sogenannten Cutaway. Diese Aussparung im Korpus erleichtert es, Töne in höheren Tonlagen jenseits des 12. Bundes zu spielen. Cutaways sind hingegen bei klassischen Gitarren eher untypisch.

Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Wer eine Westerngitarre online kaufen möchte, beispielsweise wegen des besseren Preises, sollte zumindest ein ähnliches Modell einmal in der Hand gehalten haben. Jedes Gitarrenmodell (und sogar einzelne Gitarren aus der gleichen Modellreihe!) klingt und spielt sich unterschiedlich. So kann es sein, dass einem zwar der Klang einer Westerngitarre sehr zusagt, diese aber für einen persönlich schwer zu spielen ist. Große Personen sollten ein größeres Format (wie Dreadnought oder Grand Auditorium) wählen, während kleine und zierliche Menschen meist mit einer 3/4 Westerngitarre leichter spielen können.

Das Feeling mit den Saiten einschätzen

Eine gute Westerngitarre für Anfänger hat Saiten, die sich aufgrund der Konstruktionsweise der Gitarre (insbesondere des Halses) einfach auf das Griffbrett drücken lassen. Wenn beim Anspielen von Anfang an viel Kraft benötigt wird, um einen Akkord zu spielen und dies mit Schmerzen verbunden ist, sollte eine andere Gitarre ausprobiert werden.

Ist die Westerngitarre für den Einstieg geeignet?

Zwar sagen manche Menschen, dass Westerngitarren nicht für Anfänger geeignet seien. Dies kann jedoch nicht verallgemeinert werden, da zwar der erste Einstieg aufgrund der harten Stahlsaiten schwerer sein kann, danach aber schnelle Fortschritte gemacht werden: Wer gut auf einer Westerngitarre spielen kann, wird mit einer klassischen- oder E-Gitarre keine Schwierigkeiten haben.

 

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